Samstag, 1. Oktober 2011

Camargue - zwischen Kultur und Sandstrand

 Nach den Highlights Pont du Gard und Nimes wollten wir gleich in die südliche Camargue. Auf dem Weg dorthin übernachteten wir auf einem kostenlosen Stellplatz am Rhone-Sete-Kanal.
Die Stadt Arles wollten wir diesmal eigentlich nicht besichtigen, aber ein Stromtief zwang uns zu einem Tag Pause auf einem Campingplatz bei Arles.Wir hatten mehr Strom verbraucht, als der Motor nachliefern konnte. Aber die Besichtigung dieser Stadt hat sich gelohnt. Die romanische Kirche St.Trophime

besitzt einen Kreuzgang, der halb romanisch und halb gotisch ist:

Nahe der guterhaltenen Arena (ähnlich wie in Nimes) steht das alte röm-Theater. Von der einstigen Bühnenwand stehen noch 2 einsame korinthische Säulen, die "zwei Witwen" genannt werden.

Nun ging es aber weiter in die "Camargue" mit ihren rosaroten Flamingos.

Wir folgen einem schmalen Asphaltband, vorbei an Brackwasserseen beidseits und nur die Begegnung mit Wohnmobilen zeigt uns, dass wir richtig sind. Am Ende der Strasse dann Sandpisten nach rechts und links.

Wir entscheiden uns für die linke Piste, auf der wir noch einen guten Kilometer fahren, bis der Sand beginnt tiefer zu werden und wir uns daher einen Platz mit freier Sicht aufs Meer aussuchen. Man braucht hier nichts zu zahlen, es ist herrlich ruhig und beschaulich. Einfach einzigartig. Der Strand und das Wasser ist sauber und
wir wandern barfuss stundenlang den Strand entlang.

Bis zur Rhonemündung führt unsere Wanderung. Unspektakulär fliesst die Rhone ins Mittelmeer.
Spektakulär waren aber jeden Tag die Sonnenuntergänge. Ein Ort zum Seelebaumelnlassen!

Samstag, 24. September 2011

Reinhards 1.Post

Nun werde ich es mal versuchen noch ein paar Eindrücke aus meiner Sicht zu posten!
Ich sitze ja stundenlang im Boot, während Elisabeth einen guten Rast- oder Jausenplatz sucht, oder eine gute Ausstiegsstelle. Das ist oft gar nicht leicht- kürzlich hat sie sich auf einen Parkplatz eines Paddelclubs "verirrt", wo die Ausfahrt dann so steil war, dass die Kupplung vorübergehend streikte.
Kürzlich bat mich eine belgische Truppe ,ihr beim Überqueren des Flusses zu helfen. Ich brachte die Wertsachen und Kleidung als "Fährmann" sicher über den Fluss.
 Zwischendurch winkten mir freundliche Französinnen zu .
Bizarre Felsformationen tauchen auf

Halt- bewegt sich hier nicht was ?
Hier hat sich Elisabeth durch ein Felslabyrinth durchgeschlage, um mir meine Flusskarte zu bringen!

Hier rätselt Elisabeth noch, welche Karte sie gezogen hat : Herz-Bube, Joker??

Zwischendurch fahre ich Bootsgassen, die sehr ungewöhnlich sind:


Viele fragten mich, ob ich den Fluss auch wieder aufwärts fahre, weil sie es für nicht möglich hielten, dass Elisabeth das WOMO beherrscht.
Ja, da hab ich ein besonderes Glück und fühle mich auch " wie ein Gott in Frankreich"!

Kultur in der Provence

Vom WOMO-Stellplatz in Remoulins
gings zum Pont du Gard, einer 2000 Jahre alten Wasserleitung, die einst Nimes versorgt hat.

Reinhard musste natürlich den Fluss Gordon auch gleich mit dem Paddelboot erkunden und unter der Wasserleitung durchfahren.

Dann gings weiter in die mittelalterliche Stadt Uzes, heute noch Stammsitz der Herzöge von Uzes mit Feudalschloss. Der originelle und vor Allem originale Glockenturm ist alles, was von der romanischen Kathedrale aus jener Zeit übrig ist.

Weiter gings nach Nimes. Dort machten wir einen ausgiebigen Stadtzundgang. Wir umrundeten die sehr gut erhltene Arena.

Das Wappen von Nimes entstand zur Römerzeit, als die Römer Ägypten besiegten, daher Krokodil und Papyrus. Bestens erhalten und unversehrt steht auch ein alter römischer Tempel mitten in der Stadt.

Im Tempel ist ein Kino installiert. Dort haben wir uns den 3-D-Film über die 2000-jährige Geschichte dieses Bauwerks angesehen. Seit Nimes haben wir ein franz.mobiles Internet. Damit haben wir nun eine schnelle Leitung und überall Empfang. Der Einkauf war schwierig, aber es hat sich gelohnt!

Freitag, 23. September 2011

Baden an der Ceze

Eigentlich hatten wir geplant, dass Reinhard an der Ceze paddelt, aber der Fluss stellte sich als Flüsschen heraus und aus dem Paddeln wurde ein Baden. Ist ja fast das Gleiche. An diesem Fluss entstehen durch natürliche Hindernisse kleinere und grössere "Badeseen" in denen man wunderbar schwimmen kann!
Aber auch ein Biber, der ganz ungeniert neben uns am Kiesstrand seine Äste abnagt und zu seinem Nest oder Damm bringt, hat mit dem Wasserstand etwas zu tun:

Der Campingplatz ist herrlich ruhig, in einem alten Wald verborgen und nur über eine steile Schotterstrasse zu erreichen. Hier gibt es keinen Handyempfang, aber einen Hot-Spot.

Aber Langeweile kommt keine auf: ganz in der Nähe (man muss den Fluss zwei mal durchwaten) kann man ganz romantisch ein Felsentor erkunden.

Ein anderes Mal machten wir mit dem Auto einen Ausflug in das Ibie-Tal. Dieser Fluss hat überhaupt nur mehr im Frühling Wasser aber ganz romantische Brücken ohne Geländer und nur in eine Richtung befahrbar:

Lohnend war auch ein Ausflug zur alten kleinen Stadt Balazuc. Eine  Französin hat sich spontan angeboten, uns zu fotografieren.

Ruhige 10 Tage waren das, nun kommt Kultur dran. Aber davon das nächste Mal!

Dienstag, 13. September 2011

Ardeche

Die Ardeche, ein Nebenfluss der Rhone, ist besonders durch die Schlucht (30km lang und leicht befahrbar)
und den riesigen Felsbogen, der sich über den Fluss spannt, Pont d'Arc, bekannt.
Im Ort Vallon übernachteten wir direkt neben dem Hauptplatz auf einem Stellplatz. In der Früh klopften zwei
Polizisten bei jedem WOMO und kassierten die tägliche Gebühr von 7 Euro.
Frühstück am Brunnen:
Dann startet Reinhard beim grossen Felsbogen seine Fahrt durch die Schlucht:

Es gibt nur zwei Ausstiegsmöglichkeiten mit Kletterei auf die 300m höher liegende Strasse.

Mir bieten sich bei der begleitenden Fahrt herrliche Ausblicke in die Schlucht. Die folgenden beiden Bilder zeigen Reinhard von oben bei der Fahrt durch die Schlucht (Suchbilder).

Reinhard sieht vom Fluss aus pitoreske Felsformationen, wien die folgende "Kathedrale" und Steilwände:


Zwischendurch viel Verkehr auf der Ardeche!

Das führt bei den Stromschnellen oft zu Chaos (Fremdbild):

Auf dem folgenden Bild fotografiert mich Reinhard vom Boot aus auf einer Aussichtsplattform:
Damit geht ein herrlicher Abenteuerausflug auf der Ardeche zu Ende!


 

Samstag, 10. September 2011

SÜDFRANKREICH Über die Alpen zur Rhone

Nach 14 Tagen zu Hause wurden wir wieder unruhig. Alle notwendigen Termine waren erledigt und es konnte wieder losgehen. Diesmal nach Südfrankreich. Wir wählten die Nordroute quer durch Italien, über
bzw. durch die Alpen (Frejus-Tunnel) direkt nach Grenoble.
Nach abenteuerlicher Fahrt zu unserem ersten Alpenstellplatz gings weiter an die Rhone vobei am Aquädukt St.Nazaire en Royans, dem einzigen funktionierenden historischen Aquädukt Frankreichs.

Dieses Aquädukt ist begehbar, 600 m lang und wer genau schaut, sieht Wasser unter Reinhards Füssen!

Weiter gings zur Rhone nach Tournon. Dort fanden wir einen originellen kostenlosen Stellplatz mitten in der Stadt neben einem alten desolaten Fabriksgebäude.

Reinhard entschließt sich, 30 km auf der Rhone zu paddeln, denn an jedem Fluss zwingt es ihn ins Boot!
Romantisch geht es an der Rhone wie in der Wachau dahin. Der Fluss ist etwas kleiner als die Donau und hat eine akzeptable Fliessgeschwindigkeit. Probleme Traten bei der nächsten Schleuse auf. Da er das einzige
Paddelboot war, verweigerte der Schleusenwärter seinen Dienst und Rei musste auf das nächste Boot umsteigen. Ein holländisches Holzboot nahm ihn dankenswerter Weise auf und die Schleusung war kein Problem mehr. Es ging 13m bergab. Das nächste Foto zeigt die freundlichen Holländer.

Weiter gings durch eine wunderschöne Hügellandschaft mit vielen Weinbergen und kurz vor dem nächsten
Kraftwerk wartete Elisabeth mit dem WOMO mit einem guten Essen.
Eine wunderschöne Rhonefahrt war damit zu Ende und weiter gehts zum nächsten Abenteuer, die berühmte
Ardeche-Schlucht. Aber davon das nächste Mal.